Wieso machen so wenig Leute ihr Essen selber?

 28.08.12 14:58

Als ich heute morgen mit den Hunden spazieren ging kam ich an einem Garten vorbei, früher war es ein Nutzgarten, heute ist fast nur noch Rasen und paar Bäume da. Ich kenne den Gartenbesitzer und wir haben uns kurz unterhalten, ich fragte ihn dann, wieso so viele Pfirsische auf dem Rasen liegen, da meinte er, dass seine Familie die nicht essen möchten, die kaufen lieber im Supermarkt. Ich fragte, ob der Baum denn krank sei- nein ist er nicht, aber es ist bequemer und sauberer, das Obst zu kaufen. Traurig traurig.

Ich bin dann weitergelaufen, zu einen viel genutzten Fuss/Radweg am Fluß. Die Hollundersträucher hingen übervoll mit reifen Beeren, aber keiner erntet...es gibt ja schließlich Holundermarmelade, Gelee, Saft jederzeit im Geschäft zu kaufen. Ich bin dann nach Hause, hab die Hunde ausgewechselt, bin nochmal mit Tüte und Schere zum Holunder und habe einiges geerntet. Ich finde es schade, wenn die Natur uns bestes Essen vor der Nase wachsen läßt, und wir lassen es verkommen.

Ich verarbeite immer mehr, als wir essen können und so haben wir immer Geschenke für Freunde. Die Beschenkten freuen sich drüber, und ich glaube es ist meistens auch ehrlich. Wenn ich dann sag, dass die das nächstes Jahr doch auch selbst machen können, heißt es meistens: keine Zeit, keine Gläser, kein Platz.

28.8.12 15:01

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